Europa:Podcast

Im Glashaus gefangen zwischen Welten

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Im Glashaus gefangen zwischen Welten
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Über Integration wird Deutschland – aber auch in anderen EU-Ländern – ausgiebig diskutiert. Und das nicht erst seit 2015, als die Zahl der Flüchtlinge deutlich anstieg. In Deutschland währt diese Diskussion schon seit Jahrzehnten.

Allerdings kommen dabei selten diejenigen zu Wort, denen Integration von politischer Seite abverlangt wird.

Erst seit kurzem melden sich Stimmen wie Ferda Ataman (Ich bin von hier. Hört auf zu fragen!), Max Czollek (Desintegriert euch!) oder „Eure Heimat ist unser Albtraum“ mit Beiträgen von Sasha Marianna Salzmann, Sharon Dodua Otoo, Max Czollek, Mithu Sanyal, Olga Grjasnowa, Margarete Stokowski und anderen.

Deva Manick (eigentlich: Devakumaran Manickavasagan) ist eine weitere Stimme, die sich seit einiger Zeit zu Wort meldet und der über seine Erfahrungen mit einem Leben zwischen mehr als einer Kultur erzählt. Deva Manicks Eltern sind Tamilen und kommen aus Sri Lanka. Deva wurde in Ratingen geboren und ist Deutscher. Seine Erfahrungen hat er in dem 2012 erschienen Buch „Im Glashaus – gefangen zwischen Welten“ aufgeschrieben und reflektiert. 2017 erschien das Buch in 2. Auflage.

2016 hat er das Projekt „Identitätsreise: Wer bin ich wirklich?“ gestartet, eine bundesweite Vortrags-und Lesetour.

In meinem Gespräch mit Deva Manick wird deutlich, weshalb Integration nicht so funktionieren kann, wie die „deutsche“ Politik sich das mit der abstrusen und völlig ungeklärten Idee einer so genannten „deutschen Leitkultur“ vorstellt. Deutlich wird in dem Gespräch aber auch, wo Ansätze einer sinnvollen Politik der Entwicklung einer kulturell pluralen Gesellschaft liegen. Schaut man auf die konkreten Herausforderungen, mit denen Menschen konfrontiert sind, die sich – aus welchen Gründen auch immer – entschieden haben, in Deutschland zu leben oder die hier leben, weil ihre Eltern diese Entscheidung für sich getroffen haben, dann wir schnell deutlich, dass es einige Schnittmengen mit Erfahrungen gibt, die auch „Bio“-Deutsche machen und kennen. Das könnte eine gute Brücke zu einer Verständigung sein und Ausgangspunkt für die Entwicklung einer gemeinsamen Gesellschaft und Zukunft werden. Deva Manick beschreibt solche Anknüpfungspunkte in dieser Ausgabe des Europa:Podcast sehr lebendig und konkret.

Titelfoto: Deva Manick | Foto: privat


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